Locked-in Syndrome


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Fernehensen

Ausrüstung


Fernsehen

Zusammen mit meinem Computer ist mein Fernseher mein Gefährte im Kampf gegen die Langeweile. Die Tatsache, daß ich Italienisch perfekt verstehe (meine Mutter war Italienerin), ist sicherlich hilfreich (wir empfangen hier eine Menge italienischer Kanäle). Aber wir hatten ein großes Problem: Ich kann keine Fernbedienung benutzen, und das bedeutete, daß ich entweder die ganze Zeit den selben Sender anschauen mußte (was ich tat, aber ziemlich langweilig war), oder jedesmal, wenn ich den Kanal wechseln wollte, jemanden zu rufen (unpraktisch). Es mußte ein Weg für mich gefunden werden, Sender (und Lautstärke) zu wählen.

Es gibt zwei Wege, das Problem anzugehen: Einmal, indem man einen Infrarot-USB-Dongle verwendet und auf dem Computer ein Programm schreibt, das die richtigen Codes sendet, so daß ich auf dem Bildschirm eine virtuelle Fernbedienung habe. Dazu muß der Computer allerdings die ganze Zeit laufen, und ich brauche jemanden, der das für mich erledigt. Der andere Weg (für den ich mich entschieden habe) ist der, für die Bedienung des Fernsehers den Laser zu benutzen, der an meiner Brille befestigt ist. Das funktioniert mit jedem Fernseher, der über P+, P-, V+ und V--Tasten verfügt (wie die meisten Geräte).

Eine Anlage, die mein Freund Peter Cini gebaut hat, enthält vier Foto-Widerstände (LDRs). Ein einfacher Relais-Treiber steuert vier Relais, mit denen die Tasten des Fernsehers betätigt werden. Außerdem hat Peter ein paar eigene Ideen umgesetzt: Er fügte einen LDR hinzu, der das Raumlicht mißt (dadurch wurden Probleme bei unserer früheren Computer-Schnittstelle verursacht). Das Signal der anderen LDRs wird daran angeglichen, und damit gibt es fast keine Schwierigkeiten mit dem Raumlicht mehr. Außerdem überprüfte er, wie die Tasten des Fernsehers arbeiten, die Spannung in verschiedener Größe zu einem Mikroprozessor leiten. Er richtete es so ein, daß die LDRs verschiedene Spannung direkt zu dem Mikroprozessor aussenden, und entfernte dazu komplett die Relais.
Natürlich bietet eine richtige Fernbedienung mehr Funktionen, aber auf diese Art verfüge ich über die grundlegenden (Kanal und Lautstärke), und ich kann die Sender wechseln und die Lautstärke so regeln, daß sie angenehm für mich ist. Leider verfügt St. Vincent de Paule residence (wo ich im Moment lebe) nicht über Kabel, und ich bin deshalb auf das herkömmliche Netz angewiesen. Seit dem 1. Juli 2005 bietet ein örtlicher Betreiber Digitales Fernsehen an, bekannt als DTTV. Dieses System gestattet die Übertragung eines hochqualitativen digitalen Video-Signals zum gewöhnlichen Fernseh-Netz - ideal für mich. Außerdem können verschiedene Sender auf einen einzelnen analogen Kanal übertragen werden, deshalb empfange ich jetzt ein paar Sender mehr. Leider bleibt das Problem, daß ich keine Fernbedienung benutzen kann. Ich brauchte ein System ähnlich dem, das ich für meinen Fernseher benutze - Bedienung über Laser. Nach einigen Schwierigkeiten baute mein Freund Steve Hall eine Vorrichtung für die DTTV-Box (bekannt als Set-Top-Box oder STB). Eine kleine Schalttafel wurde in die STB eingepaßt und eine kleine”Zielvorrichtung” angefertigt, in der die Lichtsensoren enthalten sind.

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